URL-Shortener

Es gibt sie schon seit 2002, die Kurz-URL-Dienste oder sogenannten "URL-Shortener". Trotzdem ist dieses Thema kein altes Eisen, sondern hochaktuell. Täglich millionenfach in sozialen Netzwerken verwendet, sind Sie sicher schon den kryptisch anmutenden kurzen Webadressen begegnet. Sinn der Sache ist, bei begrenzter Zeichenkapazität eine auch noch so lange URL veröffentlichen zu können. Gerade die 140 erlaubten Zeichen eines Tweets sind schnell vergeben - da leisten bit.ly, tiny.url und Co. gute Dienste.
Wie funktioniert es für Anwender?
Sehr intuitiv. Man ruft die Seite des URL-Shortener-Dienstes auf, gibt dort die ungekürzte URL in das vorgesehene Formularfeld ein, startet den "Kürzungsvorgang" per Klick und erhält die Alias-URL. Diese Kurz-URL kopiert man und verwendet sie als Linkadresse.
Beispiel milch&zucker Newsletter Mai 2010:
lange URL: http://www.milchundzucker.de/Newsletter%2C-Mai-2010.html
bit.ly: http://bit.ly/dyNhML
tiny.url: http://tinyurl.com/33bt9t8
Sie sehen, je kürzer der Name des Dienstes, desto besser - denn so werden weitere Zeichen eingespart.

Auslagern oder selber machen?
Wenn Sie als Unternehmen viele oder regelmäßig Webadressen veröffentlichen, lohnt es sich, über einen eigenen Shortener-Dienst nachzudenken. Das bietet einige Vorteile.
Imagegewinn: Sie können den Namen des Dienstes bzw. der Kurz-URL selbst bestimmen und Ihrem Unternehmensnamen anpassen. Oder weisen Sie über die Shortener URL auf den inhaltlichen Bereich der gekürzten Webadressen hin. Im HR-Marketing bietet sich zum Beispiel ein "kurzname.hr" an.
Ausfallsicherheit: Sie sind unabhängig von der lückenlosen Funktionalität eines Fremdanbieters. So ist es beispielsweise schon passiert, dass ein Dienst quasi über Nacht eingestellt wurde, weil der Fremdanbieter nicht rentabel gearbeitet hat. Die Alias-URLs können somit nicht mehr aufgelöst werden und sind funktionslos. Alle Links, die Sie auf diese Weise in Ihren Social-Media Beiträgen veröffentlicht haben, führen dann ins Leere.
Statistiken: Mit jedem Aufruf einer von Ihrem Dienst erzeugten Kurz-URL erhalten Sie statistische Daten: Land, IP, Browser, System, Anzahl der Klicks etc. Statistisches Material ist gerade im Marketingbereich bares Geld wert.
Sicherheit vor Hacks: Sie setzen den eigenen Dienst hinter Ihre eigene Firewall. So haben Sie die Sicherheit, dass die Kurz-URLs auch wirklich immer auf das korrekte Ziel weisen.
Anpassbar: Ein selbst aufgesetzter Dienst ist erweiterbar und damit flexibel.

Ein Beispiel: Das Stellenportal JobStairs bietet in der eigenen Jobbörse Ausschreibungen zahlreicher Großunternehmen an und ist parallel auf Twitter und Facebook präsent. Bei regelmäßigen Veröffentlichungen zu einzelnen Unternehmen, bei Supportanfragen über die Facebookseite und in vielen anderen Fällen werden Links zu einzelnen Stellenanzeigen veröffentlicht. Gelohnt hat sich der eigene Shortener "jobstai.rs/", an den einfach die entsprechende Ausschreibungs-ID gehängt wird. Schon ist die Kurz-URL zur Stellenausschreibung erzeugt.

(Autor: Tanja Lengler)

Checkliste URL Shortener

Lange und umständliche URLs auf den Punkt gebracht: Einige zentrale Aspekte für den Einsatz von URL Shortenern erhalten Sie in der Checkliste. [Download Checkliste als PDF]

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